Feinkunst Krüger: Lasse Drevsholt - Pop Liebe
FebruarFeb. 14 2026 12:00 - MärzMärz 07 2026 19:00 UTC
Liebe Freunde der Galerie,
es ist immer noch kalt, da muss man in Bewegung bleiben und daher wird auch keine Pause gemacht. Nach der tollen Ausstellung von Kasia Kandel und dem wundervollen Konzert von Ned Collette am Samstag geht es am Valentinstag (14. Februar) gleich weiter mit der Pop Ausstellung von Lasse Drevsholt. Da verschwinden trübe Wintergedanken wie von selbst. Garantiert!
Herzlichst
Ihr Ralf Krüger
Vom 15. Februar bis zum 07. März stellt der dänische Künstler Lasse Drevsholt seine neuesten Werke bei Feinkunst Küger aus. Bisher bekannt durch seine Textilwerke erweitert er nun sein Oeuvre durch Figuren und Zeichnungen im gleichen Pop Art Stil und verwandelt die Galerie in einen großen, knallbunten Pop Kosmos.
Zur Vernissage am Samstag den 14. Februar (wie passend) ab 20:00 Uhr laden wir herzlich ein.
Pop war schon immer der Kern des Bilduniversums von Lasse Drevsholt. Er sampelt ikonische Künstler, Figuren aus der Film- und Musikwelt und mischt sie mit klaren Farben und unkonventionellen Materialien. Das Ergebnis sind Werke, in denen Erinnerungen aus der Vergangenheit neue Energie und poetische Kraft in einem modernen, pulsierenden Ausdruck erhalten. Die Ausstellung Pop Liebe trifft einen wie eine farbenfrohe, sinnliche Pop-Explosion.
Drevsholts Werke kreisen um Menschen – Selbstporträts, verstorbene Ikonen, Figuren aus dem schnellen Strom der Medien. Die Ikonen werden in ein comicartiges Universum gesetzt, in dem Farben, Textfragmente und Zitate eine neue Erzählung schaffen. Hier geht es nicht nur um Nostalgie, sondern auch um einen Kommentar zum Leben im Jahr 2025 mit Fernsehen, Werbung, Film und Popkultur. Die Werke enthalten sowohl Charme als auch Wildheit und eine bewusst eingebaute Unvollkommenheit, die den Blick herausfordert.
Wie Musiker Klänge sampeln, sampelt Drevsholt die Bildwelt der Popkultur. Die Pop Art der 50er- und 60er-Jahre – Warhol, Lichtenstein, Rauschenberg – hallt deutlich in seiner Arbeit nach. In demselben Geist verbindet er Kunst, Konsumkultur und Ironie in einer spielerischen Formensprache. Musikalische Verwandtschaften wie The Velvet Underground, David Bowie und Talking Heads fungieren als ästhetische Verwandte. Drevsholt „stiehlt“ absichtlich, mischt und bearbeitet Elemente aus dem kollektiven Gedächtnis der Kultur und schafft so ein zeitgenössisches Porträt unserer Wirklichkeit.
Drevsholt arbeitet mit einer Fülle von Materialien – oft mit Dingen, die man in der „hohen Kunst“ nicht erwarten würde: Klebstoff, Zeitungen, Textilien, Sticker, Styropor und Pappmaché. Er sammelt und kombiniert intuitiv alles von Netzfotos bis zu Liedtexten.
Die Textilwerke – moderne Gobelins, gefertigt mit Punchneedle – erinnern an die Wandteppiche der 70er-Jahre, erhalten aber ein neues, popmodernes Leben. Die Pappmaché-Arbeiten geben ikonische Synthesizer und Drumcomputer der 80er fast 1:1 wieder und funktionieren als humorvolle, musikalische Readymades. Auch die klassischen Büsten werden in leichtem Pappmaché neu gedacht: Bowie, Warhol, Chuck Norris, Bruce Lee – alle mit schrägem Charme nachgebildet. Die dazugehörigen Acrylgemälde bauen Collagen aus Farben und Stickern im reinen Pop-Art-Stil. Gemeinsam ist allen Materialien, dass sie unserem gemeinsamen visuellen Erbe entstammen und den Betrachter einladen, selbst wiederzuerkennen, sich zu erinnern und weiterzuspielen.
Im Keller des Galerieraums wird der Ausdruck persönlicher und dunkler. Hier zeigt Drevsholt Drucke seiner eigenen MRT-Scans, die er aufgrund seiner Sklerose jährlich erhält. Die Scans geben einen intimen Einblick in seine Verletzlichkeit, doch verändert er sie mit kleinen Aufhellungen, Einhörnern, Katzen und optimistischen Stickern. Die Kombination aus Ernst und Humor unterstreicht Stärke, Zerbrechlichkeit und seine Fähigkeit, das Schwere menschlich und nahbar zu machen.
Die Kunst von Lasse Drevsholt zeigt, dass Unvollkommenheit – im Leben wie in der Kunst – eine eigene Schönheit besitzt. Mit Humor und Mut schafft er ein Universum, in dem Pop, Poesie und Menschlichkeit miteinander verschmelzen – und in dem letztlich alles irgendwie geht. Text: Troels Laursen
Termin abgelaufen
Termin läuft aktuell.
Veranstaltungsort
Feinkunst KrügerWegbeschreibung
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Details zum Ort
Kohlhöfen 8 20355 Hamburg Germany Öffnungszeiten: Do. + Fr. 12.00 – 19.00 Uhr Sa.12.00 - 18.00 Uhr und nach Vereinbarung
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